Dienstag, 18. November 2014

Grandiose Bücher für grandioses Lesewetter

Ich habe im Moment ein ausgesprochen glückliches Händchen bei meiner Buchauswahl. Das Lesen macht aber bei dem tollen Wetter auch unheimlich viel Spaß – vor dem Kaminofen, mit einer Tasse Tee, draußen verregnet und kalt … Toll. :)

Philippe Claudel: Die grauen Seelen
Ein Kriminalroman, eine schwarzweiß Fotographie, ein Blick in die Seelen der Figuren. Philippe Claudel erzeugt in dem Roman eine ganz subtile Spannung, die sich aus den Emotionen der Figuren nährt. Ein ganz großartig geschriebenes Buch, das zeigt, dass man keine bluttriefenden, plakativen Szenen braucht, um Spannung zu erzeugen. Am Ende bleibt ein graues Gefühl im Magen, das aber unglaublich positiv ist, weil man weiß, dass sich grau aus schwarz und weiß zusammensetzt und man immer die Wahl hat, wie viel man von welcher Farbe zumischen will. Das ist natürlich keine wahnsinnig neue Erkenntnis, aber sie ab und an mal wieder ins Gedächtnis gerufen zu bekommen, kann ja nichts schaden. Eins der besten Bücher, die ich in diesem Jahr gelesen habe und sicher nicht mein letztes dieses Autors. 

Francesc Miralles: Samuel und die Liebe zu den kleinen Dingen
Dazu fällt mir spontan das Wort entzückend ein. Ein ganz entzückendes Buch über das Leben und die Liebe, verpasste Chancen, neue Chancen und Freundschaft, und darüber, dass man unheimlich viel von den Menschen bekommt, wenn man bereit ist, auch etwas zu geben. Entzückend im besten, und gar nicht schmalztriefenden, platten Sinn. 

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