Mittwoch, 5. November 2014

Wenn die Projekte zweimal klingeln ...

Manchmal passiert es, dass ich an einem Projekt arbeite und ein anderes mir dabei ständig über die Schulter guckt. Ungeduldig von einem Fuß auf den anderen hampelt. Gelegentlich auf die Uhr guckt und sich räuspert.

Das ist immer eine extrem unangenehme Phase, in der ich meinen Brokkoli scharf am Zügel halten muss, damit er nicht in die falsche Richtung davongaloppiert.

Darf ich vorstellen: Mein Brokkoli. Den Ausdruck für das innere Schreibkind, das kreative Unterbewusste. Den veganerfreundlichen Namen dafür habe ich von Natalie Goldberg (glaube ich). Oder war es Anne Lamott? Wie auch immer, ich mag beide.

Zurück zum Brokkoli und dem ungebetenen Gast. Ich schreibe gerade für cbt, also für ein eher jugendliches Publikum. Dieses Projekt soll, wenn es nach mir geht, in diesem Monat beendet werden, also hat kein Zweitprojekt echte Berechtigung, mich zu nerven und zu drängeln.

Aber was tut mein Mantel-und-Degen-Buch-in-spe? Es nervt. Es will JETZT geschrieben werden.
"Für König und Vaterland" - so hat es sich vorgestellt. "Der Wechselbalg." Auffordernder Blick: Autorin, du hast Titel und Untertitel. Was also hält dich zurück?

Äh.

Wir bringe ich dem Projekt behutsam bei, dass es sich bitte hinten anstellen soll? Denn nach dem WiP ist erstmal Devon 4 an der Reihe, dann Magnus 3. Und dann erst ... OMFG. Es wird mich TÖTEN. Und zwar mit einem Degen oder einer Duellpistole. Sucht mich in einem abgelegenen Park, bei Morgengrauen. Bestellt einen Sanitäter.

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