Montag, 10. November 2014

Zählwerk im Kopf

Ich denke da schon seit langem nicht mehr drüber nach, aber letzthin fragte mich eine Kollegin: "Du weißt, wie lang dein Buch wird? Wie praktisch" (Auf meine Aussage, dass ich bei dem und dem Seitenschnitt Ende November mit meinem WiP fertig sein würde.)

Praktisch. So hab ich das nie gesehen, aber ja, das ist es wohl. Ich schreibe ja hybrid, das heißt, ein Teil meiner Projekte wird auf Verlagsaufforderung hin geschrieben, und da sind die Seitenzahlen schon recht genau vorgegeben. (Aktuelles Projekt: 400 Seiten à 1800 Anschläge).

Aber auch, wenn ich auf eigene Rechnung schreibe, lege ich inzwischen den Umfang vorher fest. Clockwork Cologne? 220 - 250 Seiten. Last Days 2? 300 - 350 Seiten. Devon? 200 pi mal Daumen.)

Und jetzt kommt die Gretchenfrage: Wie geht das? Wie steuere ich es, dass ich als bekennende Nicht-Plotterin trotzdem ziemlich genau (manchmal sogar mit Punktlandung) auf der Seitenzahl lande, die ich angestrebt habe?

Ehrliche Antwort?

Keine Ahnung. Wahrscheinlich hat mein Hirn nach den 10.000 Seiten, die ich mittlerweile auf dem Zähler haben dürfte, eine Art inneren Eichstrich, nach dem sich der Output richtet.
Natürlich mache ich mir gelegentlich Gedanken darüber - beim jetzigen Projekt war ich relativ sicher, als ich etwa fünfzig Seiten auf dem Zähler hatte, dass ich NIEMALS auf die geforderte Länge kommen würde. Inzwischen habe ich Bergfest gefeiert und sehe: Doch. Vierhundert. Könnte hinkommen.
Der Brokkoli macht das schon.

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